Es geht weiter - auf nach Guernsey!

Am 11.08.22 soll es nach 2 Wochen Cherbourg endlich weiter gehen. Wir sind ein bischen aufgeregt, lauern um die Ecke am Kap de la Hague und im Alderney Race doch die stärksten Strömungen im Englischen Kanal. Außerdem ist der Mond fast voll, also auch noch Springzeit: Extra große Tidenhübe und extra viel Strömung. 

Revierübersicht von Cherbourg nach St Peter Port

Die "Bibel" für diese Gegend, der Shell Channel Pilot, schreibt dazu:

"The part of the Channel is where the tide really begins to rumble. Foreign visitors from outside Channel waters are often "psyched out" by the tides of Southern England, but it is the streams  and heights of Northern France that should make any prudent navigator take heed. To the foolish they deliver a preview of Armageddon. To the wise, under power or sail, they are a thrilling glimpse of the strength of nature, offering ridiculous progress at no extra charge."

Also: Ein funktionierender Motor in dieser Gegend ist prima.

Sonnenaufgang in Cherbourg

Mole der Außenrade mit Fort

Wir laufen mit Sonnenaufgang aus Cherbourg aus und motoren mit Gegenströmung die 13 sm zum Kap de la Hague, denn da (wo gleichzeitig das Alderney Race beginnt) soll man möglichst bei Stauwasser (Slack) ankommen, um nicht allzusehr Schlitten zu fahren. Kurz vorm Kap setzt der angekündigte Nordostwind mit passabler Stärke ein und wir können segeln!

Wir sauen ins Alderney Race ...

... unter Schmetterling

Unser Timing stimmt, unser Tempo legt mit Unterstützung der Strömung nach und nach zu. Im Fahrwasser nach St Peter Port laufen wir dann über 9 Knoten und Regina hat Sorge, dass wir an der Hafeneinfahrt vorbeigetrieben werden. Doch am Rande des Fahrwassers wird alles beherrschbar und der Motor schiebt uns um die Ecke in den Hafen, wo wir im Bereich des Fähranlegers die Segel bergen können.

Tonne Roustel vor Guernsey in der Strömung

In der Marina werden wir vom Hafenmeister im Dinghi empfangen. Da wir mit Niedrigwasser ankommen, ist der Innenhafen noch für einige Stunden nicht befahrbar und wir nehmen einen Liegeplatz an den Außenpontons. Das Hafenmeister-Dinghi schiebt uns dabei hilfreich und energisch in Position. Der Hafen ist halt sehr eng und schwellig.

Hafenmanöver mit Dinghi-Support

Wir nutzen die Zeit, die wir sonst am Warteponton für den Innenhafen verbracht hätten, für einen Rundgang durch das Hafengebiet und entdecken dabei auch allerlei Kuriositäten.

Fischereihafen von St Peter Port

Das Lighthouse am Ende des Wellenbrechers

Ein Warnhinweis dazu

noch ein Warnhinweis

ein Warnhinweis, der natürlich von der lokalen Jugend ignoriert wurde

Warnhinweis: auch an Hundebesitzer wird gedacht

Abendstimmung mit Castle Cornet 

Warnhinweise auch am Fähranleger 

To wait or ...

not to wait ...

... this is the question

Am nächsten Morgen entscheiden wir recht spontan weiter zu segeln, da sich die Ostwindphase dem Ende zuneigt. Aber zuvor geht es noch an die Tankstelle. Das geht auch nicht immer, da der Anleger der Tankstelle zeitweise trockenfällt. Wir sind noch vor der Öffnungszeit da, denn der Andrang ist normalerweise groß, da der Treibstoff zollfrei zu haben ist. Es ist in dieser Saison unser erster Tankstopp und der Tank ist eigentlich noch halbvoll. Wir befüllen den Tank und alle Reservekanister und mit 140 Liter mehr an Diesel verlässt MARRETJE an einem schönen Morgen St Peter Port. Möge er dem Volvo gut bekommen.

Morgenstimmung an der Tanke - vor dem Andrang





Kommentare

Gerd Priebe hat gesagt…
Moin,
Bei uns läuft die Seefahrt völlig seicht ab, wir sind auf der nach Søby.
Gute Reise Gerd&Gabi
Leon hat gesagt…
Weiterhin eine gute Reise

Und viel Spaß von Leon Abi19 : )