Nach zwei Übernachtungen in Terschelling waren wir erholt genug, um weiterzusegeln. Tide und Wetterbericht passten prima und so ging es am 16.07. aus dem Seegat hinaus auf die Nordsee. Es war NW 4-5 angesagt, leider mit abnehmender Tendenz.
![]() |
Untiefentonne vor Texel |
Es wurde wieder ein schöner Segeltag, und wir beschlossen noch einmal, in die Nacht hineinzusegeln, um ein wenig Strecke zu machen. Auch diesmal war es eine wunderschöne Nacht mit viel Mond.
Morgens um 5 liefen wir nach 90 sm in Scheveningen ein, nachdem wir die letzten 12 sm motort hatten. Und wir hatten Glück: Ein anderes Boot war gerade ausgelaufen, um mit der kippenden Tide in die andere Richtung zu segeln. Es hatte einen schönen Platz am Finger freigemacht. In Scheveningen liegt man nämlich meist gestapelt im Päckchen in der Gästeecke.
![]() |
Schöner Platz in Scheveningen |
Auch hier blieben wir zwei Nächte, bastelten am Boot, aßen Kibbeling, gingen zum tollen Strand und kauften bei dem supertollen Yachtausrüster dort ein.
![]() |
Kibbeling für Bernd |
![]() |
...und Kibbeling für Regina |
Danach liefen wir um 0545 Uhr morgens mit der passenden Tide aus Scheveningen aus.
![]() |
Sonnenaufgang auf See vor Scheveningen |
![]() |
Ein weiterer Sommertag beginnt |
Ein toller Sonnenaufgang begrüßte uns und wir segelten weiter südwärts nach Vlissingen. Zwischendurch gab es drei Stunden Motorfahrt, sonst war alles segelbar. Es war der heißeste Tag des Jahres.
Dasselbe Spiel: Zwei Übernachtungen in Vlissingen mit einer schönen Radtour nach Middelburg, danach mit guter Tide und gutem Wind nach Dunkerque in Frankreich. Es lief so fix, dass wir es kaum glauben konnten: Fast 60 sm in 7 Stunden!
![]() |
Mega Rauschefahrt vorbei an der belgischen Küste nach Frankreich |
In Dunkerque trafen wir unsere holländischen Freunde Janine und RJ mit ihrem neuen Boot "Be to Be". Wir kennen sie von der letzten Langfahrt 2019 von Porto Santo. Es wurde ein sehr netter Abend an Bord der "Be to Be". Die beiden segelten am nächsten Tag weiter.
![]() |
Wiedersehen mit Janine und RJ von SY "Be to Be" |
In Dunkerque blieben wir länger als zwei Tage. Der Grund dafür war, dass der Motor, der über eine Woche (soo lang!!!!) ohne Mucken funktioniert hatte und den wir natürlich nach jeder Fahrt penibelst in Augenschein nahmen plötzlich wieder ein paar rote Flecken in der Bilge hatte. Als Ursache konnten wir eine etwas lose Schlauchschelle ausmachen, die angezogen wurde.
Dunkerque ist irgendwie nett. Leider haben die Deutschen im zweiten Weltkrieg alles plattgemacht. War sicher mal richtig schön hier. Da fühlt man sich schon irgendwie schlecht.
![]() |
Ein Denkmal mit einem zerknautschten Reichsadler |
Am Strand liegen zahlreiche Wracks im Sand, viele davon von der Operation Dynamo aus 1940. Hier sind etwa 5 m Tidenhub und bei Niedrigwasser kommen die Wracks wieder zum Vorschein. Sehr beeindruckend.
![]() |
Wrack eines Raddampfers |
![]() |
Wrack eines Holzschiffes |
![]() |
Steg zum Yachthafen bei Niedrigwasser |
Es gab aber auch lustige Sachen zu sehen: Entlang des Innenhafens hatte wohl jemand Spaß daran, die Poller umzugestalten.
Den Skulpturenpark fanden wir auch nett. Besonders diese....Blumen....., die beim genaueren Hinsehen gar keine sind.
Kommentare